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Geistliche Abendmusik des Posaunenchores Asbach


(06.05.2012)
 

 

Eine musikalische Reise durch Europa
Evangelischer Posaunenchor Asbach feierte 30-jähriges Bestehen – Geistliche Abendmusik wurde zum großen Musikerlebnis – Otto Haaß erhielt Kuhlo-Medaille

Von Achim Haag

Anlässlich seines 30-jährigen Bestehens hatte der Evangelische Posaunenchor Asbach zu einer Geistlichen Abendmusik unter dem Motto „Eine musikalische Reise durch Europa“ in die Asbacher Dorfkirche eingeladen. Passend dazu hat die Evangelische Landeskirche Baden das Jahr 2012 unter den Leitspruch „Kirche macht Musik - Musik macht Kirche“ gestellt. Musik ermutigt Menschen, stärkt sie im Glauben und Hoffen, stiftet Gemeinschaft und vermittelt Lebenssinn. Kirche ist darum ohne Musik nicht denkbar. So gab es gleich zwei Gründe in Asbach die Instrumente erklingen zu lassen und die Kirche füllte sich bis auf den letzten Platz.
Mit einer „Fanfare“ von Traugott Fünfgeld stimmten die Bläserinnen und Bläser unter der Leitung von Michaela Haag die Gottesdienstbesucher auf die Abendmusik ein. Der Hauptchor, mit aktuell 23 Aktiven, wurde dabei durch 5 Jungbläser und Philip Kampe an den Pauken unterstützt. Nach der Begrüßung durch Obfrau Sina Streib ging die Reise nach England. „Voluntary“ von John Stanley wurde im Doppelchor gemeinsam mit Klaus Reinmuth an der Orgel vorgetragen. Außerdem erklang der „March“ von Henry Purcell. Die nächste Station war Italien. „Herr Gott, dich loben wir“ nach Ambrosius wurde von den Posaunisten, dem Tubist und einem Jungbläser am Euphonium gekonnt musiziert. Anschließend erklang von Franz Schubert, Wiener Komponist der Romantik, das ruhige „Ehre, Ehre sei Gott in der Höhe!“.
Der evangelische Kirchenchor Asbach unter der Leitung von Kristian Kimmel lies es sich nicht nehmen, den Festgottesdienst mit zu gestalten. Mit dem österreichischen Stück „Weit, weit weg“ schuf Hubert von Goisern eine rührende Ballade, die die beiden Stilrichtungen Rock/Pop und alpenländische Volksmusik in origineller Weise verbindet. Die Reise mit dem Kirchenchor ging weiter nach Frankreich. Mit vollem Klangkörper glänzten die Sängerinnen und Sänger bei „Ich lobe meinen Gott“; den französischen Text dabei sprach Karin Ernst während der Chor die Melodie leise mit summte.
Aus der Feder von Andreas Hantschel stammt das Stück „Fantasie Nr. 1: Movetur“, das er an der Orgel gemeinsam mit zwei Solotrompeten (Janika und Michaela Haag) ausdrucksstark zur Freude der Zuhörer präsentierte. Danach waren wieder die Jungbläser vom Posaunenchor gefragt. Aus der „Kleinen Suite“ von Hartmut Grosch wurde die „Intrade“ und das „Finale“ überzeugend vorgetragen. Mit dem Bläserstück „Over the rainbow“, das Andreas Hantschel extra für den Jubelchor zum 30-jährigen Bestehen arrangierte, lud der Posaunenchor die Gemeinde zum träumen ein.
Den würdigen Rahmen der Abendmusik nutzte der Posaunenchor, um auch Ehrungen durchzu-



führen. Frieder Wittmann aus Schwarzach zeichnete im Namen der Landesarbeit der evangelischen Posaunenchöre in Baden sechs langjährige und treue Bläser aus: Für 10 Jahre Bläserdienst wurden Ulrich Ertl, Harald Hinninger und Herbert Kimmel geehrt und bekamen die Silberne Ehrennadel überreicht. Bereits seit 25 Jahren gehören Arno Bernauer und Achim Streib dem Posaunenchor Asbach an und wurden hierfür mit der Goldenen Ehrennadel der Landesarbeit ausgezeichnet. Eine besondere Würdigung erhielt Otto Haaß mit der Überreichung der Kuhlo-Medaille für 40 Jahre treue Bläserarbeit. Otto Haaß begann seine Posaunenchortätigkeit beim Posaunenchor Schefflenz und ist nun seit vielen Jahren Bläser im Asbacher Posaunenchor.
Nach den Ehrungen ertönte aus den Instrumenten das feierliche Highland Cathedral“. Dieses schottische Stück zählt inzwischen zu den bekanntesten Dudelsackmelodien der Welt. Zwar hatte der Posaunenchor an dem Abend keinen Dudelsack dabei, aber mit Trommeln und einzelnen Bläsersolos bekamen die vielen Zuhörer Gänsehautfeeling geliefert.
Ein wahres Musikfeuerwerk zündete Andreas Hantschel mit seiner Bearbeitung „Mamma Mia“ von der Erfolgsgruppe ABBA und lies die alte Asbacher Orgel in all ihren Facetten erklingen. Nach dem Aufenthalt in Schweden zeigte der Evangelische Posaunenchor gekonnt seine musikalische Vielseitigkeit mit „Ave maris stella“ vom norwegischen Komponisten Edvard Grieg. Pfarrer Wolfgang Müller stimmte mit seinen Gedanken die Gemeinde ein, gemeinsam mit dem Posaunenchor das Lied „Mögen sich die Wege vor deinen Füßen ebnen“ erklingen zu lassen.
Obmann Christoph Ertl lud zu einem anschließenden Stehempfang ins Gemeindehaus ein und bedankte sich bei allen Mitwirkenden und Helfern. Gemeinsam mit Sina Streib überreichte er Michaela Haag einen Blumenstrauß, als Dank für ihre Mühe bei der Zusammenstellung des Programms. Der Asbacher Posaunenchor beendete seine Abendmusik mit dem fulminanten Stück aus der Suite Nr. 3 von Traugott Fünfgeld mit dem passenden Titel „Finale“. Ein lang anhaltender Applaus waren der Dank des Publikums an die Bläserinnen und Bläser, ihrer Dirigentin Michaela Haag, den Evangelischen Kirchenchor Asbach, die Organisten Klaus Reinmuth und Andreas Hantschel sowie Philip Kampe an den Pauken.
Als Zugabe erklang “Intrade in Jazz” von Johannes Matthias Michel und mit dem ruhigen Waldenserlied “Gott mit euch, bis wir uns wiedersehn” verabschiedete sich der Evangelische Posaunenchor Asbach bei seinen treuen Zuhörern. Nochmals gab es einen riesigen Schlussabschluss für ein großes Musikerlebnis.

 
 

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Traugott Fünfgeld
John Stanley
Henry Purcell
Franz Schubert
Hubert von Goisern
Highland Cathedral
Edvard Grieg
Johannes Matthias Michel

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