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Geistliche Abendmusik des Kirchenchores Obrigheim


(03.02.2013)
 

     

 

„Singet dem Herrn ein neues Lied“ ganz wörtlich genommen
Ev. Kirchenchor Obrigheim und Posaunenchor Asbach gestalteten Geistliche Abendmusik in der Friedenskirche

Text und Bilder: Geimer

Der 98. Psalm hat seit dem Mittelalter die Musiker und Komponisten aller Jahrhunderte inspiriert. „Singet dem Herrn ein neues Lied“ – so lautet die Botschaft des Psalms, der mit seinem hoffnungsvollen Text selbst zu einem einzigen großen Aufruf für Frieden und Gerechtigkeit unter den Menschen wird.
Für die Geistlichen Abendmusik, die der Evangelische Kirchenchor Obrigheim gemeinsam mit dem Posaunenchor Asbach am Sonntag in der Ev. Friedenskirche Obrigheim gestaltete, hatte Chorleiter Marco Friedrich sein Programm aus überwiegend zeitgenössischer Chormusik unter das Motto des 98. Psalms gestellt.
Die meisten Werke entstammten der Feder des ehemaligen Landeskantors Rolf Schweizer (*1936), der durch sein kompositorisches Schaffen die evangelische Kirchenmusik in den letzten Jahrzehnten entscheidend mitgeprägt hat. Ergänzt wurde der musikalische Gottesdienst durch ältere Vertonungen von „Singet dem Herrn“, die der zeitgenössischen Version von Rolf Schweizer kontrastierend nebeneinander gestellt wurden. Passende Lesungen aus den Psalmen und Fürbitten trugen abwechselnd die Choristinnen selbst vor. Am E-Piano und an der Orgel begleitete Andreas Hantschel.
Mit „Fanfare und Hymne“ aus der Festival Music „God bless Africa“ eröffneten die Blechbläser vom Posaunenchor Asbach unter der Leitung von Michaela Haag klangvoll die Geistliche Abendmusik. Nach Begrüßung und Votum durch Pfarrer Wolfgang Müller folgte im Wechsel von Chor, Gemeinde und Orgel das Lied „Bevor die Sonne sinkt“. „Das ist ein köstlich Ding“ sang der Chor diszipliniert a-cappella ohne die Unterstützung der Orgel.
Einer Lesung aus den Psalmen 92 und 98 und der Doxologie folgte ein Block mit Vertonungen von „Singet dem Herrn“, zunächst die früheste aus dem 16. Jahrhundert, gesungen von Chor und Gemeinde im Wechsel mit den Blechbläsern. Ihr gegenüber gestellt wurden eine zeitgenössische Vertonung des 98. Psalms, ebenfalls von Rolf Schweizer und eine prachtvoll romantische mit begleitendem Bläsersatz von Felix Mendelssohn Bartholdy aus dem 19. Jahrhundert.
Mit weiteren Chorstücken des ehemaligen Landeskantors, „Strahlen brechen viele“ und „O Herr, mach mich zum Werkzeug deines Friedens“ und dem gemeinsam mit der Gemeinde intonierten Lied „Damit aus Fremden Freunde werden“, rundeten der Evangelische Kirchenchor Obrigheim und die Blechläser vom Posaunenchor Asbach ihr Programm ab. Eine etwas aufwändiger komponierte Psalmmusik „Ein Tag in deinen Hütten“ mit einem geschickt verpackten Kanon im Mittelteil, beschloss die Geistliche Abendmusik.
Die Sätze von Rolf Schweizer sind tonal modern, aber dennoch eingängig arrangiert, rhythmisch überschaubar und zumeist liedhaft-homophon gehalten, sodass sie auch für Laienchöre gut realisierbar sind. Besonders „Ein Lied klingt durch die Welt“ kam mit seinem schwungvollen Rhythmus nicht nur bei den Zuhörern in der Obrigheimer Friedenskirche ausnehmend gut an, sondern schien auch den ca. 30 Sängerinnen und Sängern des Chores sichtbar am Herzen zu liegen, sodass sich Chorleiter Marco Friedrich am Ende des Programms vom freudig applaudierenden Publikum doch noch überreden ließ, es als Zugabe noch einmal zu wiederholen.

 
 

 

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