Gottesdienst

Gottesdienstplan
Kirchen
   Asbach
  
Mörtelstein
  
Obrigheim

Der Bau der ersten Asbacher Kirche dürfte um das Jahr 1250 erfolgt sein. Sie bestand zunächst aus einem etwa fünf auf sechs Meter großen Saal (im Bereich des heutigen Turms), an den ein nach Osten versetzter quadratischer Chor angebaut war. Um das Jahr 1350 wurde das Kirchlein vergrößert. Der ursprüngliche Saal bildete nun den Chor, an den sich das neue Langschiff nach Westen anschloss. Die gesamte Länge der Kirche betrug nun (ohne den alten, ungenutzten Chor) 21,7 m.
 

 

Aus dem 14. Jahrhundert stammen die Fresken, die zur Belehrung und Vertiefung des christlichen Glaubens beitrugen. Auf der Schildbogenwand an der Nordseite des Chors wird auf der rechten Hälfte die Geburt Jesu, auf der linken die Anbetung der drei Weisen aus dem Morgenland dargestellt. Weiter sind auf den anderen beiden Wänden Reste von Apostelfiguren zu sehen, ferner eine weibliche Heilige, ein Engel mit Spruchband und schließlich ein Bildnis Papst Sylvesters, zu dessen Füßen ein getöteter Drache liegt. Die Kirche war den beiden Heiligen Sylvester und Cornelius gewidmet.

Durch die Reformation wurde die Asbacher Kirche eine evangelisch-reformierte Kirche. Weitere Umbaumaßnahmen fanden in den Jahren 1562/63 statt. Dabei wurde die noch heute genutzte Steinkanzel gesetzt. Durch die Kriegswirren des 30-jährigen Krieges wurde die Kirche beschädigt, so dass in den Jahren 1655/56 erneut Renovierungsmaßnahmen nötig wurden, u.a. eine Neueindeckung des Kirchendaches. Um das Jahr 1680 wurden von Schweizer Einwanderern die Kirchenbänke erneuert. 1698 wurde die Benutzung

der Kirchen durch alleKonfessionen angeordnet, so dass die Asbacher Kirche nun allen Konfessionen offenstand. Dieses „Simultaneum“ währte allerdings nur bis 1705.
Nachdem der Bauzustand der Kirche arg zu wünschen übrig ließ, wurde 1752 mit dem Neubau des Langhauses begonnen und 1779 der Turm, bisher im Oberbereich aus Holz, „hochgemauert“. Der frühere Zugang zum alten Chor wurde 1777 zugemauert.

In den 70-er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde das Innere der Kirche komplett neu gestaltet: Der Chor, zuvor jahrzehntelang als Abstellraum genutzt, wurde wieder geöffnet und wiederhergestellt, die Nordempore wurde entfernt und die Orgel auf die Westempore versetzt. Die Bankreihen wurden durch Stühle ersetzt. Der Holzaltar wich einem Steinaltar. Die holzverkleidete Sakristei im Inneren der Kirche verschwand und wurde durch einen seitlichen Anbau ersetzt. Schließlich wurde im Chorraum ein aus dem Jahr 1619 stammender Taufstein aufgestellt: ein Geschenk der Mosbacher Kirchengemeinde.

 

 

 

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